Sonntag, 23. Juni 2013

Stallreinigung leicht gemacht

Ein Grund, warum wir uns für den "neumodischen" Hühnerstall entschieden haben, war die (angeblich) leichte Reinigung. Und in der Tat: Alles geht schnell und einfach.

Der Kot fällt durch ein Gitter auf zwei Schubladen, die wir wöchentlich reinigen. Mit einer Metallklammer rastet die Schublade ein, bzw. beim Zusammendrücken dieser löst sie sich wieder. Für noch mehr "Bedienkomfort" hätte die Klammer ruhig noch etwas breiter sein können (an den Rändern sind die Klammers etwas scharfkantig).


 Eine Schublade läst sich bequem zum Komposthaufen (nicht für Hühner zugänglich) tragen.


Der meiste Kot fällt von alleine ab, beim Rest hilft man mit einem Stöckchen nach.


Zuletzt wird das ganz noch mit einem Wasserstrahl abgesprüht - fertig.


Noch einfacher ist es übrigens, wenn man in die Schublade Zeitungspapier auslegt (leider habe ich noch kein Bild gemacht). Wir machen es seit zwei Wochen so und haben damit die Reinigungszeit auf weniger als 5 Minuten halbiert (für beide Schubladen).


Kleine Modifizierung am Hühnerstall

Eigentlich hat sich der Eglu-Cube bislang als praktisch durchdacht erwiesen. Als wir allerdings vor vier Wochen eine anhaltende Regenperiode hatten, erschienen uns die 1m² überdachte Fläche (unterhalb des Stalls) für unsere Federfüßigen Hühnern doch etwas wenig. Kurzerhand haben wir einer wasserdichte Plane über den gesamten festen Käfig gespannt (was relativ problemlos möglich ist). Lediglich auf den Lichteinfall in den Stall hat sich dies negativ ausgewirkt. Den Hühnern gefiel es trotzdem.


Sonntag, 26. Mai 2013

Hühner und Zierpflanzen - geht das?

Diese Frage war der eigentliche Grund für unser Experiment. Federfüßige Zwerghühner scharren wenig und lassen die Gartenpflanzen in Frieden, so die Hoffnung. Also...

Auch Federfüßige Zwerghühner wissen mit ihren Beinchen umzugehen. Wobei das Scharren doch etwas anders ist, als bei normalen Hühnern (ich habe das in der vergangenen Woche mal mit Hybridhühner verglichen). Während unsere Mitbewohner vor allem Blätter "zur Seite fegen", kratzen Hybridhühner richtige Löcher. Eine Ausnahme sind vielleicht einige Bereiche im Gehege, wo auch schon früher keine geschlossene Vegetationsdecke vorhanden war. Im einem Bereich haben die Federfüßigen kleine Mulden gescharrt, in die sie sich gerne am Nachmittag reinsetzen.

Seitdem wir die Hühner stundenweise auch außerhalb des Geheges (also unserem "normalen" Garten) rumlaufen lassen, beobachten wir folgendes: Die Zwerghühner bevorzugen vor allem die Bereiche unterhalb der Sträucher, wo - ähnlich wie im Gehege - vor allem lockeres Laub aus dem Vorjahr liegt. In die  Staudenbeete gehen sie eher selten, und schon gar nicht, wenn diese dicht bepflanzt sind. Auch der Rasen wird eher gemieden. Während sie untern den Sträuchern muntern nach Käfern, Raupen und Würmern suchen, sind sie "auf der offenen Fläche" immer recht vorsichtig und im Trupp unterwegs.  Von ihrem Hühnerstall entfernen sie sich bisher auch höchstens 10-15m.

Hier ein paar Bilder aus dem "Wäldchen", wo sich neben Sträuchern nur der Spielplatz unserer Kinder befindet. Auf dem dritten Bild sieht man, wie die Hühnchen Blätter auf den Weg "geschubst" haben.






Somit ist es auch nicht erstaunlich, dass wir bisher keine wirklichen Schäden beobachten konnten. Im Gebüsch wird schon mal nach einem frischen Blatt bei Ahorn-Sämlingen geschnappt, aber das kann uns nur recht sein. Bisher sind wir mit unserem Hühnern also sehr zufrieden.

Sonntag, 12. Mai 2013

Besuch zum Essen

Neben dem Körnerfutter (haben wir von Christian Zenker bekommen; neues kommt nächste Woche, dann mehr dazu) geben wir unseren Hühner Reste aus der Küche. Gestern haben unsere Kinder den Mais nicht geschafft. Darüber würden sich unsere Hühner freuen - dachten wir. Während sich Bossi, Lotti und Co. aber noch in der sonnigen Ecke des Geheges sonnten, hatte schon jemand anderes den Leckerbissen geortet.


Ja, sie legen Eier!

Natürlich hätten wir uns keine Hühner in den Garten geholt, wenn diese keine Eier legen würde - als reine "Haustiere" hätten sie uns nicht gereicht. Andererseits erwarteten wir aber auch keine tägliche 6er Packung Eier in der Größe XL.

In der ersten Woche nach Ankunft war die Legeleistung - na sagen wir mal - ernüchternd. In sieben Tagen gab er gerade Mal vier Eier. Zum Glück änderte sich das ab dem 1.Mai schlagartig. Von nun an lagen täglich 2, an manchen Tagen sogar 3 Eier in einem der beiden Nester. Kurioser Weise wird vor allem das rechte Nest bevorzugt (Verhältnis 90:10). Die Hennen gehen dabei niemals gemeinsam dorthin. Die "Staffelübergabe" ist recht lustig anzuschauen. Wenn ein Huhn zu lange brauchte geht schon mal das nächste nachschauen und meckert etwas. Meist kommt dann noch der Hahn hinzu und gibt seinen Senf zum Hühnergegacker von außen dazu.


Der Eglu-Hühnerstall ist ein "Zweiraum-Appartement", wobei der kleiner Raum mit Stroh ausgekleidet ist. Hier haben die Hühner zwei Nest-Mulden reingekuschelt, in die sie die Eier legen. Von außen kommt man an die Eier durch eine praktische Klapp-Dreh-Tür.


Meist legen die Hühner zwischen 10 und 14h die Eier - meist in ein und dasselbe Nest. Nach dem Legen verlassen die Federfüßigen Zwerghühner das Nest wieder recht schnell. Die Eier sind meist noch warm, wenn man sie aus dem Nest holt.


Der Ei-Vergleich: Rechts ein Standard-Ei aus dem Supermarkt, links eines von unseren Hühner. Die Eier der Federfüßigen Zwerghühner haben überproportional viel Eigelb. Für 2 Standardeier nehmen wir jetzt 3-4 Eier unsere Hühner. Zum Frühstück gibt es dagegen wie bisher nur ein gekochtes Ei.

Montag, 6. Mai 2013

Unsere Hühner im Detail

Natürlich bekommen Haushühner - insbesondere wenn man Kinder hat - auch einen Namen. Hier unser Familienzuwachs im Porträt:

 

Bossi: Eigentlich hatten wir gar nicht vor einen Hahn in unseren Hühnertrupp aufzunehmen. Angesichts der vielen Katzen, die in den Nachbarhäusern wohnen und unseren Garten als ihr Revier betrachten, schien es aber angebracht, einen Beschützer zu rekrutieren - sicher ist sicher. Das Bossi seine zugedachte Aufgabe ernst nimmt, konnten wir gleich am ersten Tag beobachten. Ein neugierige Katze hatte wohl noch nie mit einem Hahn Kontakt gehabt - anders lässt sich deren Leichtfertigkeit nicht erklären. Bossi stürzte sich wie ein wildes Huhn (oder besser Hahn) auf die Katze. Die jaulte entsetzlich auf und war binnen drei Sekunden fort. Seitdem machen alle Katzen (die scheinen zu kommunizieren) einen großen Bogen um das Freilaufgehege. Lediglich ein Blick aus der Entfernung traut man sich noch zu.

 

Krähen: Ja, Hähne krähen. Und Bossi macht da keine Ausnahme. Der erste Schrei ertönt zwischen 5.30 und 6h. Mittlerweile hat man sich an das Geräusch aber schon so gewöhnt, dass man es (auch im Schlaf) überhöht. Aber Bossi schreit nicht nur am morgen (ca. 1/4 h lang), sondern auch noch mal gegen Mittag und am Abend. Und wenn man seinen Hühnern auf die Pelle rückt. Mittlerweile hat sich Bossi aber an uns gewöhnt, so dass es schon einiges ruhiger geworden ist. Und was sagen die Nachbarn. Wir sind zwar zum Teil auch von Nachbargrundstücken umgeben, aber das direkt angrenzende Mehrfamilienhaus ist wegen Renovierung gerade leergezogen. Da es nach der Fertigstellung fast alles Neumieter sein werden, werden wir für Bossi Bestandsschutz beantragen - er war ja schließlich eher dar. Der Bewohner von der gegenüberliegenden Seite (Rentner) kamen gleich am zweiten Tag zu uns - und beglückwünschte uns zu unserem schönen Hahn."Wie schön, endlich wird man wieder von einem Hahn geweckt!" (er meinte es ernst)
Also bislang Entwarnung. Mal sehen, ob da nicht noch was kommt - Bossi ist immerhin 200m weit zu hören.

Charlotte (Lotti, im Bild unten rechts): Ist die Nummer zwei in der Gruppe. Ab und zu muss Bossi daran erinnern, zum Beispiel wenn sie am Morgen zuerst den Stall verlässt.Lotti ist sehr zutraulich und lies sich schon am zweiten Tag mit Regenwürmer aus der Hand füttern. Insgesamt ist sie sehr agil und legt zuverlässig Eier.


Federchen (im Bild oben links): Unser Sensibelchen. Sie ist zwar auch neugierig und traut sich von Bossi weg, aber wehe man kommt ihr zunahe. Dann wird man erst mal angemeckert. Trotz Interesse an Regenwürmern traut sie sich nicht näher als 1m an uns ran. Christian Zenker meinte, sie könnte gerade gluckig sein. Inzwischen legt sie aber auch rege Eier und verlässt diese anschließend schnell. Ansonsten hockt Federchen gerne zwischen dem Vorjahreslaub, dass sie sich wie ein Nest "freigeskuschelt" hat.


Pünktchen und Tüpfelchen: Ehrlich gesagt kann ich die beiden noch immer nicht unterscheiden. Das liegt vielleicht auch daran, dass sie Bossi selten von der Seite weichen. Zumindest einer der beiden hat mittlerweile begonnen, Eier zu legen. Sie hocken gerne im Laub und lassen sich die Sonne aufs Federkleid scheinen.

Sonntag, 5. Mai 2013

Unsere Hühner

Und jetzt wurde es ernst. Wir holten unseren Karton aus dem Auto. Laut Christian Zenker hätte er für 10 Hühner gereicht. Dann gingen wir zum ersten Gehege. Hier warteten schon unser Hahn und zwei Hühner (Farbe: gelb mit weißen Tupfen) und ein weiteres silber-porzellanfarbiges Huhn auf uns. Nach zwei Minuten saßen die etwas irritiert wirkenden Hühner (zwischen 1 und 2 Jahre alt) im großen Pappkarton.


 

Dann kam noch ein gold-porzellanfarbiges Federfüßiges Zwerghuhn aus einem anderen Gehege dazu.
Bevor der Karton zugeklebt wurde, ließen wir bei jedem Huhn an einem Flügel die Schwungfedern stutzten (sicher ist sicher). Den Tieren schien dies nichts auszumachen.

 

 

Vor dem Abschied zeigte uns Christian Zenker die nächste Generation Hühner (links im Bild Zwerg-Wyandotten, rechts Federfüßige Zwerghühner), die gerade im Brutautomat geschlüpft waren.


Und so sehen die Küken dann nach ein paar Tagen aus...


 Nach circa zweistündiger Autobahnfahrt war auspacken angesagt. Vorsichtig nahm ich ein Huhn nach dem anderen aus dem Karton. Auch unsere Tochter Isabelle war von den neuen Mitbewohner begeistert. Die Hühner schienen die Strapazen offensichtlich gut überwunden zu haben.Vorsichtig musterten sie erst einmal ihr neues Gehege und den Stall.





Im nächsten Post stelle ich dann die neuen Mitbewohner im Detail vor.